Lenaublock
Ludwigshafen
Projektbeschreibung
Beim Lenaublock handelt es sich um eine Wohnsiedlung für Arbeiter der BASF mit drei- bis
viergeschossigen Baublöcken und insgesamt 104 Wohnungen um einen Innenhof, ausgeführt mit Putzfassaden und neubarocken und Heimatstil-Motiven aus dem Jahr 1912.
Zum einen beeindrucken die wirtschaftlichen Möglichkeiten der als Aktiengesellschaft gegründeten Firma zum Bau der immer weiter anwachsenden Stadtteile, zum anderen die Bereitschaft, enormes Kapital für angemessene Wohnsituationen der Arbeiter und ihren Familien zu schaffen. Dies war - als Folge - verbunden mit einem beträchtlichen Wirtschaftsaufschwung im gesamten Rhein-Neckar-Raum.
Die Wohnsiedlung Lenaublock ist in der Liste der Kulturdenkmäler in Ludwigshafen -Nördliche Innenstadt aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 16. August 2017).
Im Laufe der Jahre fanden immer wieder einzelne Modernisierungen statt, die aber den ehemaligen architektonisch soliden Gesamteindruck eher zerstückelten, als zur Gesamterhaltung beizutragen. Die sehr engagierte und eigenständige Wohnungsbauverwaltung der BASF hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zahlreichen Wohngebäude, die sich noch im Firmenbesitz befinden in einen, den
heutigen Ansprüchen genügenden Zustand, zu bringen.
Aufnahme aus dem Jahr 1914 des Gebäudebestands der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik (BASF) mit Wohnbebauung, Verwaltungsgebäuden und dem nordöstlich gelegenen Fabrikareal.
Historische Fotoaufnahme vom Innenhof des Lenaublocks.
Vogelperspektive Lenaublock vor den Modernisierungsmaßnahmen
Ansicht Lenaustraße vor den Modernisierungsmaßnahmen
Vorhandene Ortgangausführungen: Im unteren Mansardbereich profillose Ziegelverlegung bis zur Putzfassade, wegen Undichtigkeiten nachträglich mit Bauschaum gefüllt. Im oberen Dachbereich ist ein Ortgangbrett, aber ebenfalls mit offensichtlichen Abdichtungsproblemen.
Lenaustraße, Ecke Leuschnerstraße, angeschleppte Gauben im Mansarddach mit baufälligen Verkleidungen (asbesthaltig, wie sich später herausstellte) und Dachziegelausbesserungen aus verschiedenen Instandsetzungsperioden.
Vorgabe der anzubringenden Farbmuster, für die Klappläden wurden mehrere Holzmehrschichtplatten mit Farbalternativen beschichtet
Großflächige Farbmuster zur Beurteilung durch die Planungsbeteiligten
Fertig bearbeitete Fassadenfläche an der Lenaustraße
Dachfläche zur Hofseite mit Mansarddachgaube und Zwerchgiebel über dem Treppenhaus
Bestehende Klappläden im 1. Gartenweg (Kartensymbol französisches Blatt: Pik, die anderen drei Gebäudeblöcke hatten Herz, Karo und Kreuz als charakterisierende Attribute)
Klappladen als einfache Bretterladen entsprechend dem ursprünglichen Bestand
Planvorgabe für die Hauszugänge mit weißen Kartuschen über den bereits nach Denkmalschutzvorgaben erneuerten Haustüren und Hausnummern aus Metall im Kartuschenfeld anstatt der Beschriftung der Klingeltableaus. Die Auswahl der Leuchten erfolgte durch Fotobemusterung.
Hauszugänge nach den Modernisierungsmaßnahmen.